EXPRESSIV WEIBLICH

Wann:
13. Januar 2019 um 11:00 – 18:00
2019-01-13T11:00:00+01:00
2019-01-13T18:00:00+01:00
Wo:
KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz
Deutschland
Kontakt:
KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ
0371 4884424

HELENE FUNKE

4. November – 13. Januar · Vernissage 3. November 17 Uhr

Inv.Nr. 469, Funke Helene, Drei Frauen (ursprünglich Drei Mädchen, geändert aufgrund des Schreibens von Prof. Funke auf „Drei Frauen“)
Öl auf Leinwand, 98 x 81 cm, 1915

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen die erste Einzelausstellung mit Werken der in Chemnitz geborenen Malerin Helene Funke (1869–1957) in Deutschland. Einige der etwa 60 Gemälde, Grafiken und Zeichnungen von zahlreichen internationalen Leihgebern galten als verschollen und werden erstmals weltweit öffentlich wieder zu sehen sein. Eine Besonderheit der Präsentation sind fotografische Selbstporträts, ‚Selfies‘, die Funke bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts von sich anfertigte.

Helene Funke, deren 150. Geburtstag 2019 gefeiert wird, begründete eine eigenständige Form des Expressionismus. Sie studierte neben Gabriele Münter an der Damen-Akademie in München, stellte mit Matisse und Picasso in den Pariser Salons aus, und feierte Erfolge als vielfach ausgezeichnete Malerin und Grafikerin neben Klimt und Schiele in Wien. Ungewöhnliche Bildnisse von Frauen und Frauengruppen wurden ihr Markenzeichen: Sie löste die Frau aus ihrer passiven Rolle in der Gesellschaft, machte sie zur aktiven Beobachterin und betonte zugleich ihre selbstbewusste und konspirative Rolle innerhalb einer weiblichen Gemeinschaft. Zu ihrer Zeit war sie die einzige moderne Künstlerin aus Chemnitz, die internationale Beachtung erlangte. Trotz ihrer mehr als 40 Ausstellungsbeteiligungen von Paris, Hamburg bis Stockholm starb Funke 1957 verarmt und vergessen in Wien, ihr künstlerischer Nachlass wurde verstreut. Erst seit einigen Jahren wird ihr Werk wiederentdeckt.