U N I V E R S · Jahreswechselausstellung

Vernissage 30. November 19 Uhr

Mitglieder des CKB e.V. zeigen zum Thema entstandene aktuelle Arbeiten. Dazu wird uns Bernd Thiele einige universell gültige Texte präsentieren. Musikalisch freuen wir uns auf die Darbietung zeitgenössischer Klänge durch den Musiker Tobias Brunn.

 

Chemnitzer Künstlerbund e. V. – Projektraum
Moritzstraße 19 · 09111 Chemnitz

0371 414847 · info@ckbev.de · www.ckbev.de
Mi, Do 11 – 17 Uhr, feiertags geschlossen

Das große Klappern

Ulrike Mundt, Soundinstallation

Vernissage 5. Oktober 20 Uhr

SOUNDINSTALLATION

Über einen Zeitraum von drei Jahren habe ich das Abwehr- aber auch Balzklappern von Weißstörchen aufgenommen.

Dieses originale Klangmaterial wurde in einem Sample neu gemixt, so dass aus zwei Objekten je eine Soundspur ertönt.

Es erklingt ein Dialog zwischen diesen Objekten, der sich in zufälliger Reihenfolge wiederholt.

deconsructed biedermeier

Vernissage 12. September 17 Uhr

Die Ausstellung widmet sich einem typischen Biedermeier-Muster, welches in Braunsdorf bis 1990 als Möbelbezugsstoff gewebt wurde. Modedesign-Studierende aus Leipzig wagten nun das Experiment, aus dem Stoff experimentelle, zeitgenössische Fashiondesigns zu entwickeln.

Die Kleidungsstücke sowie deren künstlerische Entwicklungsprozesse werden neben historischen Originalen der Textildesignerin Eva Humburg in der Ausstellung präsentiert.

 

Historische Schauweberei Braunsdorf | Technisches Museum 
Inselsteig 16 · 09577 Niederwiesa / OT Braunsdorf · 037206 899800 

HORST JANSSEN

Vernissage 3. September 19 Uhr

Eine Auswahl von Werken aus dem Schaffen des bekannten deutschen Zeichners, Graphikers und Autors, dessen Todestag sich zum 25. mal jährt.

Kunst für Chemnitz  HECK-ART-GALERIE
Mühlenstraße 2 · 09111 Chemnitz

 

DISEMBODY – MORAN SANDEROVICH

Ausstellung anlässlich der Tage der Jüdischen Kultur

bis 26. Juni 2020

Moran Sanderovich schafft eine fantastische, sperrige Welt, welche von Wesen bevölkert wird, die einerseits vertraut, aber ebenso grotesk, urzeitlich und futuristisch, organisch und künstlich erscheinen – Wesen zwischen tot und lebendig, Hybriden der wissenschaftlichen Biotechnologie und Gentechnik. Sie gehören einem alten Stamm an, erzählt die Künstlerin in ihrer neuen Performance, “My Grand Grand Grand Grandfather’s Gun“, in der sie zu einer ihrer Nachkommen wird. Ihre Geschichte handelt von einem alten, militanten, religiösen Stamm gottergebener Jäger-Krieger, die fortschrittliche Technologien und ausgefeilte Opfermethoden entwickelt haben, um das Wohl ihres Volkes zu schützen.

Die Künstlerin arbeitet häufig mit Silikon, welches die medizinische Industrie verwendet, um fehlende Organe zu ersetzen. Dabei komplettiert es bedürftige Körper, wenn es sie nicht sogar zu Cyborgs (Haraway) aufrüstet.

Aber sind wir nicht alle zu Cyborgs geworden? Was ist ein Smartphone, wie das, welches Sanderovich zu einem Objekt des Stammes mutiert, wenn nicht eine technologische Prothese, eine künstliche Erweiterung unserer Handflächen, Finger, Augen und Stimmen, die wir in unseren Taschen vibrieren fühlen? Silikon wird auch in der plastischen ästhetischen Medizin und bei Operationen zur Geschlechtsumwandlung (Preciado) verwendet. Sanderovichs liebenswürdige, schöne Charaktere zeugen, mit ihren offenen Wunden, von der Gewalt gegen ästhetisierte, geschlechtsspezifische Körper, welche beängstigend in ihrer Andersartigkeit sind.

Die kinetische Statue Hairy Girl (2019) zeigt zum Beispiel das Schicksal eines jungen Clan-Mädchens, dass am ganzen Körper behaart ist. Der Stamm glaubt an die Kraft ihrer Einzigartigkeit und widmet sie Gott in einer besonderen Zeremonie, welche von invasiven chirurgischen Maßnahmen geprägt ist.

Ihr wunderbarer Charakter erinnert an viele Märchen und Mythologien, die Geschichten von abnormalen, übernatürlichen Körpern darstellen. Mittels Fiktion fragt Sanderovich nach der Realität: Warum beleben wir unsere Geschichten mit solchen Charakteren? Und warum vertreiben wir Körper, welche die Norm nicht gutheißen, bis in Märchen hinein?

Schließlich unterscheidet sich der seltsame, fiktive Stamm, den Sanderovich beschreibt, nicht so sehr von unserer heutigen menschlichen Gesellschaft. Mit der biologischen Waffe aus einer Spielzeugpistole erinnert uns die Künstlerin ironisch daran, dass wir immer noch in militärische Konflikte, religiöse Territorialkriege und gewalttätige Formen der Unterdrückung verwickelt sind. Jedoch entsteht aus dem Trauma eine Energie, eine Andersartigkeit, die in der beunruhigenden, weichen Arbeit der Künstlerin glänzt.

Dr. phil. Michal B. Ron

weltecho · galerie OSCAR
Annaberger-Straße 24 · 09111 Chemnitz
Di – Fr 17 – 21 Uhr und nach Vereinbarung

HEILE WELT

MALTE BREKENFELD – Vernissage 30. Juli

Zeichnungen / Malerei

 

galerie art gluchowe · Glauchau
Schlossplatz 5a · 08371 Glauchau