Tetragebirge

Barbara Müller | Jürgen Höritzsch

29. August – 25. September           

Installation / Grafik

Eine Weiterführung zeitgenössischer Landschaftsgestaltung bildet das Tetragebirge. Neben den mittlerweile renaturierten Trümmerbergen wächst es unaufhörlich und wird, besonders in flacher Tektonik, gern auch bestiegen, um ins Land zu schauen. Auf dem simulierten Fundament von Geringfügigen und Erhabenen treffen sich die künstlerischen Pfade von Barbara Müller und Jürgen Höritzsch.

Sie arrangiert und erweitert Fragmente ihrer meist ortsbezogenen Installationen.
In ihrem Umgang mit Ungenutzten und Restposten strebt sie hin zu einem erleuchtenden „Deja-vue“.

Er bedient sich der Tiefdrucktechnik als anachronistischer Reproduktionsmethode. „Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde“ heißt es in einer verbreiteten Schöpfungsmythe; dieser Kopierakt als Preisgabe von Einzigkeit findet in der Kunst seine Erweiterung. Doppelung bzw. der Mehrfachgebrauch von Motiven dienen als Stilmittel zur Illumination seiner bildlichen Inszenierungen. Von der Reproduktion wird übergeleitet zur Synthese.

 

Annaberger-Straße 24 · 09111 Chemnitz
www.weltecho.eu

Mi – Fr 17 – 20 Uhr und nach Vereinbarung

ibug 2020 – Sonderedition

Die ibug zieht im Jahr der Industriekultur für ihre 15. Ausgabe nach Zwickau. Schwerpunkt des Festivals ist es 2020, trotz Corona-Pandemie, jegliche Art von Kunst, die im informellen urbanen Raum entsteht, erlebbar zu machen. Mit dem seit Mitte der 1990er Jahren brach liegenden, ehemaligen königlichen Krankenstift hat die ibug ein geeignetes Objekt im Herzen von Zwickau gefunden, das im August zur Leinwand für ausgewählte Künstler*innen aus ganz Deutschland wird. Als historisches Beispiel einer großen medizinischen Einrichtung von überregionaler Bedeutung dokumentiert dieser das besondere Verhältnis von industrieller Entwicklung und staatlicher Fürsorge und Verantwortung in Sachsen. Im Zeichen der aktuellen wie auch zahlreicher vergangener Krisen wird der verfallene Ort zu neuem Leben erweckt und in ein Gesamtkunstwerk als Spiegel der Zeit verwandelt.

In Anbetracht der aktuellen Situation, mit Einschränkungen für Veranstaltungen, Abstandsregeln und Reisebeschränkungen, wird der Austragungsort der ibug 2020 um den urbanen Raum der Stadt erweitert und kann etappenweise von 20 der geladenen Künstler*innen bespielt und gestaltet werden. Außerdem werden etwa 10 internationale Künstler*innen in Form von digitalen Beiträgen eingebunden. Die Kreativphase wird in diesem Jahr auf vier Wochen im August ausgeweitet. Dabei sind jeweils fünf Kreative bzw. Kollektive gleichzeitig auf dem Gelände. Angekündigt haben sich u.a. Gunther Schumann, Quintessenz, Die Freizeitgruppe Gestaltung, Eusephia Lehe, Gino Dambrowski, Uder&Schindel, Yves Paradis, Elias Lori, Guido Zimmermann, Flamat, Laquaffe, Peter Fahr, BRZN und Loomit. Außerdem präsentieren sich internationale Künstler*innen aus Österreich, Slowenien und Italien online im Rahmen des Partnerprojekts RESCUE.

Zwei Wochenenden lang – vom 28. bis zum 30. August sowie vom 04. September bis zum 06. September – können Neugierige und Kunstliebhaber die urbane Ausstellung besuchen und einen Mix aus Malerei und Illustration, Filmen und Multimedia, Design und Performance erleben. Dazu gibt es auch in diesem Jahr eine Galerie mit Arbeiten der ibug-Künstler*innen und Führungen für Interessierte, welche in Kürze hier buchbar sind.

ibug-art.de

Ort: Ehemaliges königliches Krankenstift Zwickau
Eingang: Stiftstraße/Spiegelstraße beim Zentralbusbahnhof

Öffnungszeiten: freitags 15:00 – 19:00, samstags & sonntags 11:00 – 19:00

Eintritt frei! Mehr Infos zur Regulierung des Einlasses und zu den Maßnahmen zum Infektionsschutz folgen in Kürze.

Führungen buchbar laut Ticketsystem:
freitags 13:30 + 16:00
samstags 11:00 + 13:30 + 16:00 + 18:30
sonntags 11:00 + 13:30 + 16:00 + 18:30
Preis: 16,- € pro Person

BEGEHUNGEN – KUNST IN RING 8

Das Festival „Begehungen“ krönt den Sommer im Stadtteil

13. – 16. August

Ring 8 ist der letzte Bebauungsring des ehemaligen Wohngebietes „Fritz Heckert“. Kurz vor dem Ende der DDR wurde er fertiggestellt, der letzte Ausläufer der Stadt, knapp vor Neukirchen. 

Ein gutes Wohnumfeld sollten die Plattenbauten und die Kaufhalle den Menschen bieten. Von Kunst war dort wenig die Rede. Bislang. Denn vom 13. bis zum 16. August wird dieser Ring, vor allem die ehemalige Kaufhalle an der Walter-Ranft-Straße sowie in einem Sechsgeschosser ein Hort von Kunst und Kultur sein.

Das Kunstfestival „Begehungen“ findet dort unter dem Motto „Ring8: Entwürfnisse“ statt. Thematisiert werden Lebensvorstellungen, gesellschaftliche Umbrüche und eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Austragungsorten und deren Geschichte. Während des Festivals werden dann nicht nur die Orte für Besucher begehbar gemacht, sondern auch Junge Kunst wird dort gezeigt – einige Kunstwerke werden sogar extra für das Festival vor Ort von Künstlerinnen und Künstlern geschaffen. Eintritt frei

Begehungen 2020 · ehem. Kaufhalle an der Walter-Ranft-Straße 79
sowie der Wohnblock
Friedrich-Viertel-Straße 48-52.

info@begehungen-chemnitz.de · www.begehungen-chemnitz.de

LEBENSBILDER

Ausstellung zum 100. Geburtstag von HEINZ TETZNER – Dauerausstellung

„Ich habe immer versucht, das Gute und Humanistische in unserer Welt künstlerisch transparent umzusetzen. Die Kunst ist kein geschicktes Abmalen der Dinge, sondern ein persönliches Deuten des Erschauten und Erlebten.“ Heinz Tetzner (1976) 

Heinz Tetzner (1920 – 2007) malte konsequent in der Tradition der Expressionisten. Seine Liebe und Achtung gegenüber Mensch, Tier und Natur ist Hauptthema seines Schaffens. In der DDR wurde er aufgrund seiner Haltung von der Stasi bespitzelt und ausgegrenzt. Sein Lebenswerk wurde mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Mit dem Tetzner-Museum wurde der Künstler noch zu seinen Lebzeiten von seiner Heimatgemeinde Gersdorf geehrt.

Ölgemälde, Aquarelle und Grafiken. Bücher über Heinz Tetzner und sein Werk in unserer Dauerausstellung

Heinz Tetzner malte konsequent in der Tradition der Expressionisten. Seine Liebe und Achtung gegenüber Mensch, Tier und Natur ist Hauptthema seines Schaffens.
Mit dem Tetzner-Museum wurde der Künstler noch zu seinen Lebzeiten von seiner Heimatgemeinde Gersdorf geehrt.

Tetzner-Museum · Gersdorf
Hauptstraße 193 · 09355 Gersdorf
037204 83097 · monika@zscheppank.de
nach Vereinbarung

aquarell

Eine künstlerische Technik großer Traditionen und des Niedergangs im Kitsch der Dilettanten kehrt zurück.

bis 6. September 2020

Die Ausstellung zeigt neben der unverdrossenen Arbeit am klassisch gewachsenen Maßstab, vor allem jüngere Künstler*innen als Entdecker*innen und unkonventionelle Experimentator*innen und sie zeigt Versuche, in der Ökonomisierung durch Innovation eine Chance zu gewinnen. Auffälligstes Merkmal ist das Anwachsen der Formate bis zu Wandgrößen. Mehrteilige Arbeiten erreichen repräsentative Dimensionen und dank heute hoch ambitionierter Rahmungstechnik auch einen hochwertigen Eindruck. Daneben wird experimentiert mit alternativen, meist auch in die Größe strebenden Werkzeugen, unterschiedlichsten Papieren und anderen Trägermaterialien, mit der kombinierten Verwendung weiterer Farbmaterialien. Auch Bildobjekte entstehen. Die traditionell subtile und handwerklich meisterhafte Anwendung des Farbmaterials erweitert sich um Spuren des Lockeren, Nachlässigen und Gröberen. Der Zufall wird genutzt. Er stellt genau genommen durch die physikalischen Eigenheiten der Materialien eine stetig wiederkehrende Aufgabe für die Ausübenden dar. Zugleich kehrt Dürers konturenbetonende, die Zeichnung lavierende Anwendung in neuem Gewand zurück.
 
Positionen: Martin Dammann, Klaus Drechsler, Petra Flierl, Dieter Goltzsche, Karl Herrmann, Hans-Peter Hund, Leiko Ikemura, Uwe Kowski, Katja Lang, Corinne von Lebusa, Hermann Lindner, Achim Riethmann, Maren Ruben, Cornelia Schleime, Anija Seedler, Max Uhlig und Anne Ullrich.
Parallel zeigen wir im Erdgeschoss des Tietz eine Auswahl herausragender Aquarelle aus dem Sammlungsbestand der Neuen Sächsischen Galerie u.a. von Michael Morgner, Fritz Diedering, Irene Bösch, Albert Hennig, Fritz Keller, Rudi Gruner, Gerald Sippel und Lutz Voigtmann.

Gefördert vom Büro für städtisches Kulturmanagement Chemnitz und dem Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Anne Ulrichs – Freiknoten, 2017, Aquarell, Kreide auf Buetten, 56 x 76 cm

Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20 im Tietz · 09111 Chemnitz
Do – Mo 11 – 17 Uhr, Di 11 – 19 Uhr, Feiertage 11 – 17 Uhr